Musik

Aktualisiert: 20. Okt 2020

"Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an."

E.T. A. Hoffmann (1776-1822), Dichter, Musiker, Maler und Jurist



Chefinspektor Ernst Köpl

Landespolizeidirektion Wien


2006 fand die bunte Formation von Polizisten und AfrikanerInnen zu einem harmonischen Miteinander.

Als musikalische Botschafter des Vereins „Fair und Sensibel“ werden ins Ohr gehende bekannten Songs, Eigenkompositionen sowie afrikanische Rhythmen auf der Bühne mit sichtlicher Freude dargeboten.

Die Gruppe spielt in verschiedenen Formationen.


Miracle kam über seine Partnerin

Annette Tabi 

zum „fair & sensibel musicproject“:

„Annette ist als Leadsängerin schon seit den Anfängen dabei. Sie hat mich eingeladen, bei dieser Formation mitzuwirken.“ Zu Beginn war Miracle etwas skeptisch. „Mit Polizisten Musik machen? Obwohl ich selber keine negativen Erfahrungen mit der Polizei gemacht habe, war ich doch etwas misstrauisch. Viele Bekannte mit afrikanischem Hintergrund haben gemeint, das sei gefährlich. Mittlerweile habe ich einige Leute für die Gruppe begeistern können, die Berührungsängste mit der Polizei sind abgebaut worden.“

Miracle Oyeneyin 

ist Profimusiker. Er hat in Ibadan, Nigeria, Musiktechnologie studiert.

„Musik ist mein Leben“, sagt er, „Musik ist alles für mich.“

Er spielt Keyboard, Klavier, Orgel, Gitarre, Schlagzeug, Trommel - und ein bisschen Trompete. Er komponiert, produziert, dirigiert den Chor der Christian Redeem Church in Wien, leitet die vereinten Chöre der Glaubensgemeinschaft aus ganz Österreich, er bietet Voice training an ...

„Musik ist bei uns in Nigeria immer präsent“, erzählt er. „Wir singen, bevor wir zu schreiben lernen, wir lernen das ABC singend. Meine Eltern haben mich in eine private Musikschule geschickt, da habe ich mich zum ersten Mal mit klassischer Musik beschäftigt. Später gehörte die klassische Musik natürlich auch zur Ausbildung. Europäische Musik, Salonmusik, Mozart, Beethoven waren mir ein Begriff, bevor ich nach Österreich geflohen bin."


„Ghana Minstrel Choir – Wien“

Die Idee zur Chor-Gründung entstand am Silvesterabend des Jahres 1992. In Wien ansässige und miteinander befreundete Ghanaer und Ghanaerinnen sangen gemeinsam Lieder aus der alten Heimat um das alte Jahr zu verabschieden und das neue Jahr zu begrüßen. Der erste Auftritt erfolgte bereits im März 1993 bei einer Feier anlässlich des ghanaischen Unabhängigkeitstages im Audimax der Technischen Universität Wien. Auch wenn einige Lieder des Ghana Minstrel Choirs an amerikanische Gospels erinnern (speziell in den „Ruf- und Antwort-Mustern“), handelt es sich nicht um einen religiös ausgerichteten Chor.

Das Repertoire des Chors soll die verschiedenen kulturellen und linguistischen Gruppen Ghanas wiederspiegeln. Die Darbietungen reichen dabei von traditionellen bis zu modernen Liedern die zum Großteil von Chormitgliedern geschrieben und komponiert wurden.

Derzeit besteht der Chor aus 38 Mitgliedern die nicht nur aus Ghana, sondern auch aus Togo, Benin und Österreich stammen. Gelegentlich spielt auch eine österreichische Saxophonistin mit. Wichtig sind vor allem das interkulturelle Miteinander und die Pflege des kulturellen  Erbes und dessen Weitergabe an die nächste Generation.

Chorleiter DI Kojo Taylor

betont, dass ihm auch der Dialog mit der österreichischen Aufnahmegesellschaft sehr wichtig ist. In Gottesdiensten singen die Chormitglieder daher nicht nur, sondern  gestalten auch mit. Vereinsmitglieder lesen Psalmen, beten in verschiedenen afrikanischen Sprachen wie Akan und Ewe, oder laden die Gemeindemitglieder zu einer getanzten Prozession durch die Kirche ein. Gelegentlich offerieren sie sogar ein gemeinsames Mittagessen, für Zuwanderer und Mitglieder der Aufnahmegesellschaft. Die Menschen sitzen gemeinsam bei Tisch sitzen und essen, tauschen sich aus und verabschieden sich schließlich mit einem echten ghanaischen Händedruck.

Der Ghana Minstrel Choir hat unter dem Titel "Wor Ghang Mang" eine hörenswerte CD herausgebracht.
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